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Das_moderne_Klassenzimmer_Teil_1
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In unserem ersten Teil des Blog Posts „Das moderne Klassenzimmer“ haben wir Ihnen die ersten Geräte bzw. Segmente vorgestellt, die heute im Klassenzimmer zum Einsatz kommen. Nun möchten wir auf weitere Produktgruppen eingehen, die ebenfalls nicht in einem aktuellen Klassenzimmer fehlen sollten.

Der Beamer

Wenn man mit den zuvor genannten Varianten, z.B. seitens der Bildgröße nicht auskommt, sollte man zu einem Beamer greifen. Der Projektor bietet in diesem Fall, je nach Preisklasse, verschiedene Features, die das Arbeiten deutlich vereinfachen und auch kaum technisches Know-how voraussetzen. Aber man kann natürlich auch einen Projektor mit sehr vielseitiger, interaktiver Nutzbarkeit zum Einsatz bringen. Dies hängt dann von den gewünschten Gegebenheiten und natürlich auch von dem zur Verfügung stehenden Budget ab.

Klassenzimmer_Beamer

Die Einstiegslösung

Der Projektor ist natürlich dann erste Wahl, wenn man ein so großes Bild projizieren möchte, dass auch alle Schüler etwas erkennen können. Dieses Argument lässt sich, je nach Stärke des Beamers, vom normalen Klassenraum bis hin zum Hörsaal ausbauen. Die Stärke, sprich die Lichtstärke des Projektors richtet sich nach dem Umgebungslicht im Raum und der gewünschten Bildgröße. Zur Sicherheit kann man jedoch besser ein paar mehr Lumen einkalkulieren, als wenn später das Bild zu dunkel ausfällt. In einem herkömmlichen Klassenraum, der sich etwas mit Vorhängen verdunkeln lässt und einer Bildbreite von 2 m, genügen meist 3000 – 4000 Lumen, je nach Technologie des genutzten Projektors. Wenn eine größere Leinwand genutzt werden soll, steigen auch die Ansprüche an die Lichtleistung. Wenn wir uns nun einmal an das Ende der Kette, also in Richtung des Hörsaals bewegen, kommen wir bereits in die Leistungsklasse um 10.000 Lumen, da hier im Normalfall mit voller Beleuchtung und natürlich auch mit deutlich größeren Projektionsflächen gearbeitet wird. An dieser Stelle sei gesagt, dass bei solchen Installationen der Einsatz einer Leinwand zu empfehlen ist, da sie gegenüber einer herkömmlichen Wand, eine deutlich bessere Reflexion bietet. So geht weniger des ankommenden Lichtes verloren und die Bildqualität wird auf ein besseres Niveau gehoben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Projektor bzw. welche Lichtleistung für Ihren Raum notwendig sind, sprechen Sie uns gerne an.

Wir helfen Ihnen bei der Wahl des richtigen Projektors gerne weiter. Wenn nun der Projektor erst einmal montiert ist, geht es weiter mit der Beschickung des Inhaltes. Hier kann man natürlich, für die Einstiegslösung, mit einem PC oder einem Notebook die nötigsten Funktionen abdecken. Hierzu zählen natürlich die üblichen Präsentationen, Diashows und auch das Präsentieren von Videos. Damit man nicht nur das Bild übertragen kann, sondern auch noch den Sound, ist die Installation von Lautsprechern eigentlich ein Muss. Je nach Größe der Klasse oder des Saals gibt es hierfür natürlich auch die passenden Lautsprecher. Fragen Sie uns gern, nach der für Sie passenden Audiolösung!

Nun, wo die Projektion der Inhalte gesichert ist, Präsentationen und Bilder gezeigt werden können, sowie Filme projiziert und auch der Ton wiedergegeben wird, hat man für den Anfang eine gute Einstiegslösung. Allerdings fehlt, wie beim Whiteboard und beim zuvor genannten Display, die interaktive Lösung.

Die Fortgeschrittenen Lösung

Eine fortgeschrittene Lösung lässt sich, je nach Geräten und Nutzungsvorhaben noch ein wenig aufgabeln, wie ein Weg, der in zwei verschiedene Wege mündet, jedoch später im gleichen Zielbereich wieder zusammenfindet.

Beamer_Leinwand_Visualizer

Der Weg 1.0

Die erste Lösung, wobei man auf einen interaktiven Projektor verzichtet, ist die zusätzliche Nutzung eines Visualizers, auch Dokumentenkamera genannt. Der Visualizer ist in Verbindung mit einem Projektor ein weitreichender Ersatz für einen Overheadprojektor (OHP). Weitreichend darum, da man mit der Dokumentenkamera deutlich mehr machen kann, als mit einem OHP. Wenn man hier einmal den Vergleich zieht, konnte man auf einem OHP auf Folien schreiben, das Geschriebene wieder wegwischen und weiter schreiben. Auch die Nutzung von bedruckten Folien ist möglich. So können auch Bilder, Texte oder Kartenmaterial, was auf Folien gedruckt wurde, an der Wand projiziert werden. Soweit so gut. Dies ist ebenfalls mit einer Dokumentenkamera möglich. Nehmen wir als Beispiel einmal die ELMO L-12iD. Sie ist nicht der günstigste Visualizer, bietet aber eine sehr gute Bildqualität und einen hervorragenden Leistungsumfang.

Wenn die Kamera am Projektor angeschlossen ist und auf dem Pult oder dem Tisch des Lehrers steht, kann man als erstes einmal nach wie vor mit den alten Unterlagen arbeiten, die bereits für den OHP erstellt wurden (wenn man die Lauffolie erst einmal außen vor lässt). Man kann die auf Folie gedruckten und geschriebenen Inhalte auf die helle Tischoberfläche unter den Visualizer legen und schon kann man sie wie gewohnt präsentieren. Wenn der Tisch etwas dunkler ist, legt man einfach einen von ELMO optional erhältlichen Objektträger (der auch mit einer Kerbe für eine einfache Ausrichtung unter der Kamera versehen ist) oder ein weißes Blatt Papier unter die Folie. Schon erhält man einen hellen Untergrund für eine perfekte Darstellung des älteren Materials. Wo man zuvor am OHP auf Folie geschrieben hat und auf diese, sowie auf Folienstifte angewiesen war, kann man nun zu einem herkömmlichen Blatt Papier und einem herkömmlichen Stift greifen. Das beschriebene Blatt legt man einfach unter die Dokumentenkamera und schon wird das Ergebnis an die Wand projiziert. Das gilt natürlich auch für jegliche, per Hand zu gestaltende Inhalte. Auch das Arbeiten mit Farben ist hier kein Problem. Der geschriebene und gezeichnete Inhalt wird so projiziert, wie man es vor sich auf dem Tisch sieht. Die L-12iD bietet, wenn man diese Art zu arbeiten auch aufbewahren möchte, eine sehr praktische Funktion. Und zwar kann man das Bild, den Text oder die Zeichnung einfach abfotografieren und auf einem USB Stick oder einer SD Karte speichern. Wenn man dann die erarbeiteten Inhalte an die Schüler verteilen möchte, kann man dies entweder über den Rechner per Datei, z.B. JPEG oder umgewandelt als PDF machen oder man druckt es aus und kopiert es. So hat der Schüler auch etwas für seine Unterlagen.

Geht man diesen Weg nun weiter, lässt sich dies natürlich auch mit anderen Unterlagen machen. Musste man zuvor eine Seite aus einem Lehrbuch kopieren, um nur den Inhalt allen Schülern der Klasse gleichzeitig zu zeigen, wird dies nun überflüssig. Man legt das Buch unter die Dokumentenkamera und zeigt den Inhalt einfach über den Projektor an. So können alle Schüler zur selben Zeit den Inhalt betrachten und man kann sich die Kopien des einmaligen Unterrichtsmaterials sparen. Dies gilt natürlich auch für die Kosten der Kopien in Form von Papier und Toner. Und falls man doch eine Kopie benötigt, lässt sie sich mit dem Visualizer sogar noch besser anfertigen als mit dem Kopierer. Denn häufig hat man hier das Problem, dass aufgrund der hochstehenden Buchmitte eine am Rand nicht leserliche Kopie entsteht. Da man beim Erstellen des Fotos über die Dokumentenkamera das Buch noch halten kann, ohne die Hand mit zu fotografieren, vermeidet man diese Art von überflüssiger und viel Toner verbrauchender Kopie. So erfüllt die Dokumentenkamera in Verbindung mit PC bzw. Notebook und einem Drucker sogar gleich die Arbeit eines Kopierers.

Wenn man den Weg nun noch weiter geht, stellt man fest, dass man mit dem Visualizer sogar noch mehr machen kann. Denn dank der Bewegungsmöglichkeiten des Kamerahalses, lassen sich auch dreidimensionale Objekte präsentieren. Dies ist für die Raumlehre sehr praktisch, da man sich auf diese Weise ein deutlich besseres Bild von den Objekten machen kann. Oder wenn man einmal zum Biologieunterricht umschwenkt, erhält man auch hier ganz neue Möglichkeiten. Wenn man z.B. ein Käfer zeigen möchte, den man im Garten gefunden hat, kann man ihn in ein Gefäß mit Luftlöchern setzen und später unter die Dokumentenkamera stellen. Richtet man dann die Kamera aus, kann man den Käfer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Da man auch die Bewegungen und das Verhalten der Tiere erkennen kann, lässt sich hiermit ein viel weitläufigerer Eindruck entwickeln. Das Gleiche gilt z.B. für Pflanzen oder auch noch weitere Dinge, an die man zuvor nicht einmal gedacht hat. Dank des hervorragenden Zooms der ELMO L-12iD kann man selbst eine Fliege auf einer großen Leinwand in der Größe eines Hundes darstellen, so gut ist der Zoom. Diese Detailgenauigkeit ermöglicht ganz genaue Einblicke in Bereiche, die man zuvor nur von Fotos oder Filmen kannte. Mit dem passenden Adapter lässt sich der Visualizer sogar an ein Mikroskop anbringen, was einem die Welt der Einzeller und Amöben in ganz neuen Größen näher bringt.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Visualizers sind nun jedoch immer noch nicht ausgeschöpft. Denn man kann ihn sogar noch als Webcam einsetzen. Wenn man also mit der Schulklasse z.B. mit einer Partnerschule eine Videotelefonie via Skype oder einem anderen Programm starten möchte, ist man nicht auf eine herkömmliche Webcam angewiesen.

Wie man sieht, ist man mit der Kombination aus Projektor, Leinwand, PC und Dokumentenkamera bereits auf einem sehr guten, analogen sowie digitalem Weg und ersetzt dabei nicht nur den OHP sondern eröffnet ganz neue und weitreichende Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten.

Interaktiv_Beamer_Rahmen-Leinwand_Visualizer

Der Weg 1.1

Das nun folgende Beispiel orientiert sich an dem zuvor gegangen Weg, jedoch mit einer entscheidenden Änderung, einem interaktiven Projektor.

Ein interaktiver Projektor verbindet die Eigenschaften wie man sie von einem Whiteboard kennt, nur in einem nicht ganz so umfangreichen Rahmen, was die Nutzungsmöglichkeiten der Software angeht. Der interaktive Projektor ist in der Regel ein Ultra-Short Projektor. Dies hängt damit zusammen, da man beim Arbeiten am Bild natürlich keinen großen Schatten auf das Bild werfen soll. So ist meist nur die Hand zu sehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man selbst nicht in das Licht des Projektors schaut, wenn man sich zur Klasse wendet. So wird die Person, die am Bild steht und arbeitet nicht geblendet.

Dank der interaktiven Funktionen die der Projektor bietet, lassen sich nun auch die Inhalte, die mit dem Visualizer aufgenommen wurde, direkt im Bild bearbeiten. Zudem können auch vorhandene Templates, die im Projektor vorhanden sind geladen und dann als Vorlage genutzt werden. Je nach Wahl des Projektors, ist die Ausstattung des Gerätes bzw. der vorhandenen Software unterschiedlich ausgelegt. Wenn man z.B. nicht nur mit Stiften, sondern auch mit einer Touch Funktion arbeiten möchte, wird die Auswahl an Projektoren etwas geringer. Hier würde sich z.B. der Epson EB-1430Wi anbieten. Er bietet die Möglichkeit, mit zwei Stiften bzw. der Touch Funktion zu arbeiten. So erhält man noch weitläufigere Arbeitsmöglichkeiten. Zudem ist das Arbeiten mit der Touch Funktion noch intuitiver als mit den Stiften. Auf diesem Weg hat nicht nur der Lehrer die Möglichkeit, das Material lebendiger darzustellen, sondern er kann auch die Schüler aktiver mit in den Unterricht einbinden. Wenn man aus Kostengründen auf die Touch Variante verzichten möchte, sind natürlich auch genügend Stift Lösungen am Markt erhältlich. Fragen Sie uns gern nach der für Sie passenden Lösung!

Beim Einsatz eines interaktiven Ultra Short Projektors sollte man allerdings beachten, dass er i.d.R. nur für eine Bildbreite bis 2,2 m genutzt werden kann, da er sich ansonsten nicht mehr fokussieren lässt. Wenn man also über die typische Klassengröße hinausgeht, sprich sich in die Richtung der Größe eines Hörsaals bewegt, ist diese Art der Nutzung leider nicht mehr sinnvoll, da das Bild für die meisten Zuschauer nicht mehr groß genug dargestellt wird. In diesen Fällen wird üblicherweise auf einen lichtstarken Installationsprojektor zurückgegriffen, der dann auf eine Leinwand projiziert, die oberhalb des Dozenten installiert ist. In diesem Fall ist die Lösung mit dem Visualizer jedoch weiterhin eine gute Möglichkeit, den Zuschauern diverse Inhalte zu präsentieren und weiter zu bearbeiten.

BenQ_Acer_Wireless_Systeme

Drahtlose Optionen

Wenn man bei dem Beispiel eines größeren Raumes bleibt, hat man unter Umständen Probleme, ein Gerät wie die Dokumentenkamera nachzurüsten, da es oft schwierig ist, neue Geräte in eine Struktur hinein zu bringen. Mittlerweile gibt es aber auch hierfür Lösungen, die ein Nachrüsten eines solchen Gerätes ermöglichen. Dies wäre dann einfach per WLAN der Fall. Da auch hier oftmals die Kosten eine entscheidende Rolle spielen, möchten wir an dieser Stelle auf zwei Systeme hinweisen, die sich preislich in einem attraktiven Bereich bewegen und eine einfache Übertragung eines HDMI Signals zulassen.

So gibt es vom Hersteller BenQ das sogenannte Full HD WLAN Kit (WFHD), das eine Übertragung eines Full HD Signals von bis zu 30 m, bei freier Strecke ermöglicht. Hier können sogar zwei Eingangssignale eingespeist werden, wenn man z.B. neben dem Visualizer noch eine weitere Signalquelle anschließen möchte. Auch ist es möglich, über einen HDMI Ausgang ein weiteres Display, was z.B. am Platz des Dozenten stehen könnte, anzuschließen. So bietet das BenQ WFHD Kit sehr simple Übertragungsmöglichkeiten mit einer guten Reichweite. Der Sender wird in diesem Fall mit Netzstrom versorgt, der Empfänger ebenfalls, wobei hier auch noch eine Option besteht, ihn über einen 5V DC USB Typ A Anschluss mit Strom zu versorgen.

Wenn man einen Projektor mit MHL-fähigem HDMI Eingang nutzt, wäre auch das Acer WirelessHD Kit MWiHD1 eine Option. Hier wird eine Übertragungslänge von ca. 10 m unterstützt. Auch hier können Full HD Signale frei von Rucklern übertragen werden. Es arbeitet mit einem HDMI Eingang der dann das Signal an den Empfänger sendet. Der Sender wird mit Netzstrom betrieben, während der Empfänger einen MHL-fähigen HDMI Anschluss besitzt.

Bei den aktuellen Lösungen ist allerdings zu beachten, dass sie in der Regel nur eine maximale Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln unterstützen. Wenn man also einen Projektor mit WUXGA Auflösung nutzt und der zuspielende Rechner ebenfalls darauf eingestellt ist, kann es zu Problemen bei der Übertragung kommen. Dies sollte bei der Wahl der Geräte bzw. bei der späteren Einstellung berücksichtigt werden.

Fazit

Wie man im Verlauf unserer Blog Posts sehen kann, gibt es heute eine Reihe an Möglichkeiten, wie man den Unterricht auf moderne Art und Weise gestalten und damit die Schüler noch stärker in den Unterricht einbeziehen kann. Je nach Budget, das der Schule zur Verfügung steht, lässt sich ein Klassenraum mit den vorgestellten Lösungen und mit noch weiteren, digitalen Medien ausstatten. Man muss dazu natürlich sagen, dass die Bandbreite der interaktiven Unterrichtsmöglichkeiten noch weitaus größer ist und dies hier nur ein grober aber hoffentlich hilfreicher Abriss dessen ist, was heute in diesem Bereich möglich und auch konkret umsetzbar ist.

Da das Thema an sich recht vielfältig ist, möchten wir Ihnen natürlich auch unsere Unterstützung bei Ihrer Planung und Umsetzung Ihres interaktiven Klassenzimmers anbieten. Kontaktieren Sie uns einfach per Telefon, E-Mail oder auch per Chat. Eine Liste unserer Ansprechpartner finden Sie hier.

https://www.beamershop24.at/de/whiteboards-visualizer/interaktive-whiteboards.html

https://www.beamershop24.at/de/displays/displays-nach-marke.html

https://www.beamershop24.at/de/beamer/beamer-nach-anwendungsgebiet/kurzdistanz-beamer.html

https://www.beamershop24.at/de/beamer/beamer-nach-anwendungsgebiet/schulbeamer.html

 

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